🚗 Dienstwagenrechner 2026
Der Firmenwagen klingt nach Geschenk – bis die erste Gehaltsabrechnung kommt. Rechne aus, was dir durch die 1%-Regelung wirklich netto vom Gehalt abgeht.
🚗 Netto-Belastung berechnen
So viel fehlt dir monatlich vom Netto
bei 0 € geldwertem Vorteil • 0 € pro Jahr
📋 Geldwerter Vorteil
💶 Dein Gehalt
⚡ Zum Vergleich: als E-Auto
💡 Einordnung
📖 Was der Dienstwagen dich wirklich kostet
Der Denkfehler, den fast jeder am Anfang macht: „Der geldwerte Vorteil ist doch nur ein Rechenposten." Stimmt – ausgezahlt wird er nie. Aber versteuert und verbeitragt wird er sehr real. Dein Arbeitgeber schlägt ihn deinem Brutto zu, das Finanzamt und die Sozialkassen bedienen sich, und danach wird er wieder abgezogen. Was übrig bleibt, ist ein kleineres Netto – Monat für Monat.
Ein Rechenbeispiel, das ich so ähnlich selbst erlebt habe: Kombi mit 52.400 € Listenpreis, 23 km ins Büro. Macht 524 € Privatnutzung plus 361 € für den Arbeitsweg – zusammen 885 € geldwerter Vorteil. Bei Steuerklasse I und gutem Gehalt fehlen dadurch schnell 350 bis 400 € auf der Abrechnung. Dafür fährt man allerdings auch ein vollversichertes, gewartetes Auto mit Tankkarte. Ob sich der Deal lohnt, hängt fast immer an zwei Fragen: Wie viel fährst du privat – und wer zahlt den Sprit?
Die ausführliche Gegenüberstellung mit echten Zahlen aus meiner Beratungspraxis findest du im Artikel Dienstwagen vs. Gehaltserhöhung.
| Listenpreis | Verbrenner (1 %) | Hybrid (0,5 %) | Elektro (0,25 %) |
|---|---|---|---|
| 40.000 € | 400 €/Monat | 200 €/Monat | 100 €/Monat |
| 50.000 € | 500 €/Monat | 250 €/Monat | 125 €/Monat |
| 60.000 € | 600 €/Monat | 300 €/Monat | 150 €/Monat |
| 80.000 € | 800 €/Monat | 400 €/Monat | 200 €/Monat |
Geldwerter Vorteil nur für die Privatnutzung, ohne 0,03%-Anteil für den Arbeitsweg. Die Netto-Belastung liegt je nach Steuersatz bei grob 35–45 % dieser Werte.
❓ Häufige Fragen zum Dienstwagen
Zählt der Listenpreis oder der tatsächliche Kaufpreis?
Immer der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung – inklusive Sonderausstattung, aber ohne Rabatte. Das ärgert viele: Selbst wenn dein Arbeitgeber 20 % Flottenrabatt bekommen hat, versteuerst du den vollen Listenpreis. Auch bei Gebrauchtwagen gilt der ursprüngliche Neupreis.
Was ist besser: 1%-Regelung oder Fahrtenbuch?
Das Fahrtenbuch lohnt sich, wenn du den Wagen kaum privat nutzt oder das Auto schon abgeschrieben ist – dann versteuerst du nur die tatsächlichen Privatkilometer. Der Preis dafür ist Disziplin: Jede Fahrt muss lückenlos dokumentiert sein, das Finanzamt schaut genau hin. Für Vielfahrer mit normaler Privatnutzung ist die 1%-Regelung meist entspannter.
Gilt die 0,03%-Regel auch im Homeoffice?
Wenn du nachweislich an weniger als 15 Tagen im Monat ins Büro fährst, kann sich die Einzelbewertung mit 0,002 % pro tatsächlicher Fahrt lohnen. Bei 8 Bürotagen statt pauschal 15 halbierst du den Arbeitsweg-Anteil fast. Das musst du aktiv mit deinem Arbeitgeber oder über die Steuererklärung regeln – automatisch passiert das nicht.
Was passiert bei einem Elektroauto über 100.000 € Listenpreis?
Dann gilt statt der 0,25%-Regelung die 0,5%-Regelung (wie beim Plug-in-Hybrid). Die 100.000-€-Grenze wurde Mitte 2025 von zuvor 70.000 € angehoben. Details zur Entwicklung der Regelung habe ich im Blog zur 0,25%-Regelung beim E-Dienstwagen aufgeschrieben.
Muss ich den Dienstwagen versteuern, wenn ich ihn nicht privat nutzen darf?
Nein. Der geldwerte Vorteil entsteht nur, wenn dir die private Nutzung erlaubt ist. Ein vertraglich sauber dokumentiertes Privatnutzungsverbot (idealerweise mit Kontrolle) befreit von der 1%-Regelung – reine Dienstfahrten und der Weg zur Arbeit im Rahmen einer Fahrergestellung lösen keine Versteuerung der Privatnutzung aus.
💬 Kommentar des Autors
Ich fahre seit über 15 Jahren Dienstwagen – vom Fiat Bravo bis zum Elektro-SUV, die ganze Geschichte steht hier im Blog. Was mich bis heute wundert: Wie viele Kollegen bei der Konfiguration nur auf die Ausstattung schauen und nicht auf den Listenpreis. Genau der bestimmt aber, was dir jeden Monat vom Netto fehlt. Dieser Rechner zeigt dir die Zahl, bevor du unterschreibst – nicht erst auf der ersten Abrechnung danach.