✓ Gültig für 2026

📉 Rentenlücken-Rechner 2026

Berechne deine Rentenlücke, den Kapitalbedarf zum Rentenstart und die notwendige Sparrate. Mit Inflation, Rendite und interaktiver Grafik.

🔎 Rentenlücke Monatliche Differenz
💰 Kapitalbedarf zum Rentenstart
📈 Sparrate bis zur Rente
🧮

Rentenlücke berechnen

💡 Hinweis: Nutze deine Renteninformation als Basis und beachte, dass die Regelaltersgrenze je nach Geburtsjahr schrittweise bis 67 Jahre ansteigt.
Je nach Geburtsjahr unterschiedlich
z. B. Mieteinnahmen
Entnahmerate nutzt statt Rentendauer eine Prozentregel
0 €
Rentenlücke pro Monat (heutige Euro)
Rentenlücke zum Rentenstart
0 €
Kapitalbedarf zum Rentenstart
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Notwendige Sparrate
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Jahre bis Rentenbeginn
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📊 Zielrente vs. gedeckte Rente (heutige €)
Detailwerte Wert
Ziel-Einkommen (heutige €) -
Gesicherte Rente (heutige €) -
Inflationsfaktor bis Rentenstart -
Kapitalbedarf netto (nach vorhandenem Kapital) -
Hochgerechnetes Vorsorgekapital -
Rentendauer / Entnahmerate -
Ergebnisse dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung.

Was ist eine Rentenlücke?

Als Rentenlücke bezeichnet man die monatliche Differenz zwischen dem gewünschten Lebensstandard im Alter und den tatsächlich zu erwartenden Renteneinnahmen. Sie entsteht, weil die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland nur einen Teil des früheren Nettoeinkommens ersetzt – und dieser Anteil sinkt seit Jahren.

Rentenlücke = Ziel-Einkommen − (gesetzliche Rente + Betriebsrente + Privatrente + sonstige Einnahmen)

Das gesetzliche Rentenniveau lag 2026 bei ca. 48 % des Brutto-Durchschnittslohns. Ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst erhält also weniger als die Hälfte seines letzten Bruttogehalts – und nach Abzug von Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen häufig deutlich weniger als die Hälfte des Nettoeinkommens.

Hinzu kommt die Kaufkraftminderung durch Inflation: Was heute 2.000 € kostet, kostet in 30 Jahren bei 2 % Inflation bereits 3.621 €. Wer nicht vorsorgt, verliert schleichend Kaufkraft.

Warum wird die Rentenlücke größer?

Demographischer Wandel, steigende Lebenserwartung und das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung führen dazu, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen. Die Deutsche Rentenversicherung prognostiziert, dass das Rentenniveau ohne Reformen bis 2040 auf unter 45 % sinken könnte.

Typische Rentenlücken 2026 – Beispielrechnung

Die folgende Tabelle zeigt, welchen Kapitalbedarf und welche Sparrate unterschiedliche Einkommensgruppen bei typischen Annahmen benötigen, um ihre Rentenlücke zu schließen. Basis: 30 Jahre bis Rente, 2 % Inflation, 6 % Rendite Sparphase, 3 % Rendite Rentenphase, 25 Jahre Rentendauer.

Ziel-Einkommen Ø gesetzl. Rente Rentenlücke (heute) Kapitalbedarf zum Rentenstart Erforderliche Sparrate
1.500 € / Monat ca. 900 € 600 € ca. 218.000 € ca. 175 € / Monat
2.000 € / Monat ca. 1.100 € 900 € ca. 327.000 € ca. 265 € / Monat
2.500 € / Monat ca. 1.300 € 1.200 € ca. 435.000 € ca. 352 € / Monat
3.000 € / Monat ca. 1.500 € 1.500 € ca. 545.000 € ca. 440 € / Monat
4.000 € / Monat ca. 1.800 € 2.200 € ca. 798.000 € ca. 645 € / Monat

* Orientierungswerte, ohne Berücksichtigung von Betriebsrente, Riester oder vorhandenem Kapital. Nutze den Rechner oben für deine persönliche Berechnung.

Vorsorge-Produkte im Vergleich: Womit schließt du deine Rentenlücke?

Die richtige Strategie hängt von Einkommen, Alter und persönlichen Zielen ab. Diese Vergleichstabelle gibt eine Orientierung:

Produkt Staatliche Förderung Ø Renditeerwartung Flexibilität Geeignet für
ETF-Sparplan Keine (Abgeltungsteuer) 6–8 % p.a. Sehr hoch Alle – besonders Jüngere
Betriebliche AV (bAV) 15 % AG-Zuschuss + Steuer-/SV-frei 2–5 % p.a. Gering Arbeitnehmer mit gutem AG-Zuschuss
Riester-Rente 175 € Grundzulage + 185 € je Kind 1–3 % p.a. Gering Familien, Niedrigeinkommen
Rürup-Rente Steuerabzug bis 27.566 € (2026) 2–5 % p.a. Sehr gering Selbstständige, Gutverdiener
Tagesgeld / Festgeld Keine 2–3 % p.a. Sehr hoch Kurzfristige Liquiditätsreserve
Vermietete Immobilie AfA, Werbungskosten absetzbar 3–5 % p.a. brutto Sehr gering Mit Eigenkapital und Erfahrung

* Renditeangaben sind historische Orientierungswerte ohne Garantie. Eine optimale Strategie kombiniert mehrere Produkte je nach Lebenssituation.

Häufige Fragen zur Rentenlücke

Deine persönliche Rentenlücke ergibt sich aus: Ziel-Einkommen minus gesetzliche Rente minus Betriebsrente minus Privatrente minus sonstige Einnahmen (z. B. Mieteinnahmen). Den genauen Wert berechnest du mit dem Rechner oben – trage einfach deine Renteninformation und das gewünschte Monats-Einkommen ein.
Ja, aber die erforderliche Sparrate ist dann deutlich höher. Mit 17 Jahren bis zur Rente und einer Lücke von 500 € monatlich benötigst du ca. 430 € Sparrate bei 6 % Rendite statt ca. 180 € mit 30 Jahren Laufzeit. Dennoch lohnt es sich, sofort zu beginnen – jedes eingesparte Jahr zählt.
Das hängt von deiner Situation ab. Riester lohnt besonders bei Kinderzulagen oder sehr hohem Einkommen. Rürup ist für Selbstständige steuerlich attraktiv. Ein ETF-Sparplan bietet die größte Flexibilität, Rendite und Liquidität – ohne staatliche Subvention, aber mit höchster Transparenz. Viele Experten empfehlen, alle Bausteine zu kombinieren.
Die 4%-Regel (Trinity Study) besagt, dass man jährlich 4 % seines Depots entnehmen kann, ohne es statistisch zu erschöpfen – basierend auf US-Marktdaten 1926–1995. Für 1.000 € monatlichen Bedarf brauchst du 300.000 €. Viele europäische Experten empfehlen 3–3,5 % als konservativere Alternative, besonders bei längerer Rentenphase.
Globale Aktien-ETFs (MSCI World, MSCI ACWI) erzielten historisch 7–8 % p.a. nominal. Nach Inflation bleiben ca. 4–6 % real. Als Planungsannahme für die Sparphase gelten 5–6 % nominal, für die Rentenphase 3–4 %. Der Rentenlücken-Rechner lässt dir beide Werte frei einstellen.
Das Rentenniveau ist seit Jahren rückläufig. 2002 lag es noch bei ca. 53 %, 2026 beträgt es ca. 48 %. Ohne gesetzliche Reformen könnte es bis 2040 auf unter 45 % sinken. Gleichzeitig steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67. Beide Entwicklungen vergrößern die Rentenlücke und unterstreichen die Notwendigkeit privater Vorsorge.
Ja. Die gesetzliche Rente ist seit der Rentenreform 2005 schrittweise voll steuerpflichtig. Wer 2026 in Rente geht, muss ca. 83 % seiner Rente versteuern; ab 2040 gilt volle Steuerpflicht für neue Rentner. Außerdem fallen weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an (ca. 10–12 % der Bruttorente).
Ja. Mieteinnahmen aus vermieteten Immobilien können die Rentenlücke direkt verringern – trage sie im Rechner als „Sonstige Einkommen" ein. Wer im Eigenheim mietfrei wohnt, spart monatliche Mietkosten, was den Bedarf im Alter senkt. Immobilien sind jedoch weniger liquide als Wertpapiere und erfordern Eigenkapital sowie laufenden Verwaltungsaufwand.

Rentenlücke nach Lebensalter schließen – dein Aktionsplan

Je früher du beginnst, desto günstiger sind die benötigten monatlichen Sparraten. Diese Zeitleiste zeigt, was in jeder Lebensphase konkret sinnvoll ist:

Mit 25–35

Grundstein legen – der Zinseszins arbeitet für dich

Jetzt sind Sparraten am wirkungsvollsten. 100 €/Monat bei 7 % Rendite ergeben über 40 Jahre ca. 240.000 € – gegenüber nur 90.000 € bei 25 Restjahren. Priorität: ETF-Sparplan einrichten (ab 50 €/Monat), betriebliche AV beim Arbeitgeber prüfen, Notfallreserve von 3 Monatsgehältern aufbauen.

Mit 35–45

Sparrate mit dem Gehalt steigern

Karriere und Einkommen wachsen – die Sparrate sollte mitziehen. Ziel: mindestens 10–15 % des Nettoeinkommens sparen. Jetzt lohnt sich die erste detaillierte Rentenanalyse: Renteninformation auswerten, Rentenlücke konkret berechnen, Riester oder Rürup prüfen falls passend.

Mit 45–55

Intensivphase – Sparrate maximieren

15–20 Jahre bis zur Rente: höchste Zeit für Intensivsparen. Sparrate auf 20–25 % des Nettos steigern. Depot überprüfen und optimieren. Risikoprofil schrittweise defensiver gestalten. Fachberatung sinnvoll für Steuerstrategie und Ruhestandsplanung.

Mit 55–65

Absicherung & Entnahmestrategie planen

Letzte Aufbauphase: Portfolio sukzessive absichern (mehr Anleihen, weniger Aktienrisiko). Entnahmestrategie definieren – 4%-Regel prüfen, Steueroptimierung (Freibeträge nutzen), Rente mit 63 vs. 67 konkret durchrechnen. Dieser Rechner hilft dabei: einfach neues Alter eingeben.