📉 Rentenlücken-Rechner 2026
Berechne deine Rentenlücke, den Kapitalbedarf zum Rentenstart und die notwendige Sparrate. Mit Inflation, Rendite und interaktiver Grafik.
Rentenlücke berechnen
| Detailwerte | Wert |
|---|---|
| Ziel-Einkommen (heutige €) | - |
| Gesicherte Rente (heutige €) | - |
| Inflationsfaktor bis Rentenstart | - |
| Kapitalbedarf netto (nach vorhandenem Kapital) | - |
| Hochgerechnetes Vorsorgekapital | - |
| Rentendauer / Entnahmerate | - |
Was ist eine Rentenlücke?
Als Rentenlücke bezeichnet man die monatliche Differenz zwischen dem gewünschten Lebensstandard im Alter und den tatsächlich zu erwartenden Renteneinnahmen. Sie entsteht, weil die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland nur einen Teil des früheren Nettoeinkommens ersetzt – und dieser Anteil sinkt seit Jahren.
Das gesetzliche Rentenniveau lag 2026 bei ca. 48 % des Brutto-Durchschnittslohns. Ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst erhält also weniger als die Hälfte seines letzten Bruttogehalts – und nach Abzug von Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen häufig deutlich weniger als die Hälfte des Nettoeinkommens.
Hinzu kommt die Kaufkraftminderung durch Inflation: Was heute 2.000 € kostet, kostet in 30 Jahren bei 2 % Inflation bereits 3.621 €. Wer nicht vorsorgt, verliert schleichend Kaufkraft.
Warum wird die Rentenlücke größer?
Demographischer Wandel, steigende Lebenserwartung und das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung führen dazu, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner finanzieren müssen. Die Deutsche Rentenversicherung prognostiziert, dass das Rentenniveau ohne Reformen bis 2040 auf unter 45 % sinken könnte.
Typische Rentenlücken 2026 – Beispielrechnung
Die folgende Tabelle zeigt, welchen Kapitalbedarf und welche Sparrate unterschiedliche Einkommensgruppen bei typischen Annahmen benötigen, um ihre Rentenlücke zu schließen. Basis: 30 Jahre bis Rente, 2 % Inflation, 6 % Rendite Sparphase, 3 % Rendite Rentenphase, 25 Jahre Rentendauer.
| Ziel-Einkommen | Ø gesetzl. Rente | Rentenlücke (heute) | Kapitalbedarf zum Rentenstart | Erforderliche Sparrate |
|---|---|---|---|---|
| 1.500 € / Monat | ca. 900 € | 600 € | ca. 218.000 € | ca. 175 € / Monat |
| 2.000 € / Monat | ca. 1.100 € | 900 € | ca. 327.000 € | ca. 265 € / Monat |
| 2.500 € / Monat | ca. 1.300 € | 1.200 € | ca. 435.000 € | ca. 352 € / Monat |
| 3.000 € / Monat | ca. 1.500 € | 1.500 € | ca. 545.000 € | ca. 440 € / Monat |
| 4.000 € / Monat | ca. 1.800 € | 2.200 € | ca. 798.000 € | ca. 645 € / Monat |
* Orientierungswerte, ohne Berücksichtigung von Betriebsrente, Riester oder vorhandenem Kapital. Nutze den Rechner oben für deine persönliche Berechnung.
Vorsorge-Produkte im Vergleich: Womit schließt du deine Rentenlücke?
Die richtige Strategie hängt von Einkommen, Alter und persönlichen Zielen ab. Diese Vergleichstabelle gibt eine Orientierung:
| Produkt | Staatliche Förderung | Ø Renditeerwartung | Flexibilität | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| ETF-Sparplan | Keine (Abgeltungsteuer) | 6–8 % p.a. | Sehr hoch | Alle – besonders Jüngere |
| Betriebliche AV (bAV) | 15 % AG-Zuschuss + Steuer-/SV-frei | 2–5 % p.a. | Gering | Arbeitnehmer mit gutem AG-Zuschuss |
| Riester-Rente | 175 € Grundzulage + 185 € je Kind | 1–3 % p.a. | Gering | Familien, Niedrigeinkommen |
| Rürup-Rente | Steuerabzug bis 27.566 € (2026) | 2–5 % p.a. | Sehr gering | Selbstständige, Gutverdiener |
| Tagesgeld / Festgeld | Keine | 2–3 % p.a. | Sehr hoch | Kurzfristige Liquiditätsreserve |
| Vermietete Immobilie | AfA, Werbungskosten absetzbar | 3–5 % p.a. brutto | Sehr gering | Mit Eigenkapital und Erfahrung |
* Renditeangaben sind historische Orientierungswerte ohne Garantie. Eine optimale Strategie kombiniert mehrere Produkte je nach Lebenssituation.
Häufige Fragen zur Rentenlücke
Rentenlücke nach Lebensalter schließen – dein Aktionsplan
Je früher du beginnst, desto günstiger sind die benötigten monatlichen Sparraten. Diese Zeitleiste zeigt, was in jeder Lebensphase konkret sinnvoll ist:
Grundstein legen – der Zinseszins arbeitet für dich
Jetzt sind Sparraten am wirkungsvollsten. 100 €/Monat bei 7 % Rendite ergeben über 40 Jahre ca. 240.000 € – gegenüber nur 90.000 € bei 25 Restjahren. Priorität: ETF-Sparplan einrichten (ab 50 €/Monat), betriebliche AV beim Arbeitgeber prüfen, Notfallreserve von 3 Monatsgehältern aufbauen.
Sparrate mit dem Gehalt steigern
Karriere und Einkommen wachsen – die Sparrate sollte mitziehen. Ziel: mindestens 10–15 % des Nettoeinkommens sparen. Jetzt lohnt sich die erste detaillierte Rentenanalyse: Renteninformation auswerten, Rentenlücke konkret berechnen, Riester oder Rürup prüfen falls passend.
Intensivphase – Sparrate maximieren
15–20 Jahre bis zur Rente: höchste Zeit für Intensivsparen. Sparrate auf 20–25 % des Nettos steigern. Depot überprüfen und optimieren. Risikoprofil schrittweise defensiver gestalten. Fachberatung sinnvoll für Steuerstrategie und Ruhestandsplanung.
Absicherung & Entnahmestrategie planen
Letzte Aufbauphase: Portfolio sukzessive absichern (mehr Anleihen, weniger Aktienrisiko). Entnahmestrategie definieren – 4%-Regel prüfen, Steueroptimierung (Freibeträge nutzen), Rente mit 63 vs. 67 konkret durchrechnen. Dieser Rechner hilft dabei: einfach neues Alter eingeben.