💊 Krankengeldrechner 2026
Berechne dein Krankengeld nach 6 Wochen Lohnfortzahlung – mit 70%/90% Regelung, Höchstbetrag und Sozialversicherungsabzügen.
📋 Wichtige Infos zum Krankengeld 2026
- Wann? Ab Tag 43 der Krankheit (nach 6 Wochen Lohnfortzahlung)
- Wie viel? 70% Brutto oder 90% Netto (der niedrigere Wert)
- Höchstbetrag: 120,75 € pro Tag (3.622,50 € pro Monat)
- Wie lange? Maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren
- Steuern? Krankengeld ist steuerfrei (aber Progressionsvorbehalt!)
Krankengeld berechnen
💰 Dein Krankengeld-Ergebnis
Krankengeld pro Monat (Netto)
Krankengeld pro Tag
Differenz zu deinem Netto-Gehalt
🔍 Berechnungsdetails
70% von 0 € = 0 €
90% von 0 € = 0 €
Der niedrigere Wert: 0 €
RV: 0 € | ALV: 0 € | PV: 0 € | Gesamt: 0 €
Nicht überschritten (Max: 3.622,50 € / Monat)
Ca. 0 € (nach Abzug der 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber)
📚 Alles über Krankengeld 2026
Was ist Krankengeld?
Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die dein Einkommen ersetzt, wenn du länger als 6 Wochen krank bist. Die ersten 6 Wochen (42 Kalendertage) zahlt dein Arbeitgeber das Gehalt weiter (Entgeltfortzahlung). Ab dem 43. Krankheitstag übernimmt die Krankenkasse mit dem Krankengeld.
Wie wird Krankengeld berechnet? (70%/90% Regelung)
Die Krankenkasse berechnet zwei Varianten und zahlt dir den niedrigeren Wert:
- Variante 1: 70% deines Brutto-Arbeitsentgelts
- Variante 2: 90% deines Netto-Arbeitsentgelts
Grundlage ist dein durchschnittliches Gehalt der letzten 3 Monate vor Krankheitsbeginn. Vom ermittelten Krankengeld werden noch Sozialversicherungsbeiträge abgezogen (ca. 13%):
- Rentenversicherung: 9,3%
- Arbeitslosenversicherung: 1,3%
- Pflegeversicherung: 2,0% (mit Kindern) oder 2,3% (ohne Kinder ab 23 Jahre)
- Krankenversicherung: wird von der Krankenkasse gezahlt
Krankengeld-Höchstbetrag 2026
Das Krankengeld ist gedeckelt. Der Höchstbetrag 2026 beträgt:
- 120,75 € pro Tag
- 3.622,50 € pro Monat (bei 30 Tagen)
Dieser Höchstbetrag ergibt sich aus 70% der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung (5.175 € × 70% = 3.622,50 €). Selbst wenn du mehr verdienst, bekommst du maximal diesen Betrag. Nach Abzug der Sozialversicherung bleiben netto ca. 3.152 € übrig.
Wie lange bekommt man Krankengeld?
Krankengeld wird für maximal 78 Wochen (546 Tage) innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Krankheit gezahlt. Der Zeitraum teilt sich auf:
- 6 Wochen (42 Tage): Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber
- 78 Wochen (546 Tage): Krankengeld von der Krankenkasse
- Gesamt: Maximal 84 Wochen (fast 2 Jahre) bei derselben Krankheit
Wichtig: Es zählen Kalendertage, nicht Arbeitstage. Wochenenden und Feiertage werden mitgezählt. Bei einer neuen, anderen Krankheit beginnt die Frist neu.
Muss ich Steuern auf Krankengeld zahlen?
Nein, Krankengeld ist steuerfrei. Du zahlst keine Lohnsteuer oder Einkommensteuer direkt auf das Krankengeld. Allerdings unterliegt Krankengeld dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet:
- Das Krankengeld wird zu deinem sonstigen Einkommen addiert
- Dadurch erhöht sich dein Steuersatz
- Auf dein restliches Einkommen (z.B. Lohn aus den ersten Monaten) zahlst du mehr Steuern
- Du bist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet
Was passiert nach 78 Wochen Krankengeld (Aussteuerung)?
Nach 78 Wochen erfolgt die sogenannte Aussteuerung - die Krankenkasse beendet die Zahlung. Dann hast du folgende Optionen:
- Erwerbsminderungsrente: Wenn du dauerhaft weniger als 3 Std./Tag arbeiten kannst
- Arbeitslosengeld I: Wenn du wieder arbeitsfähig bist, aber keine Arbeit findest
- Bürgergeld: Wenn kein ALG-Anspruch besteht
- Wiedereingliederung (Hamburger Modell): Stufenweiser Wiedereinstieg in den Job
Wichtig: Die Krankenkasse informiert dich 3 Monate vor der Aussteuerung automatisch. Beantrage rechtzeitig die Folgeleistung, um finanzielle Lücken zu vermeiden!
Krankengeld: Beispielrechnungen für 2026
| Brutto-Gehalt | Netto-Gehalt (ca.) | Krankengeld brutto | Krankengeld netto | Verlust |
|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 1.433 € | 1.290 € | 1.122 € | -311 € (-22%) |
| 3.000 € | 2.071 € | 1.864 € | 1.622 € | -449 € (-22%) |
| 4.000 € | 2.634 € | 2.371 € | 2.063 € | -571 € (-22%) |
| 5.000 € | 3.147 € | 2.832 € | 2.464 € | -683 € (-22%) |
| 6.000 € und höher | 3.571 €+ | 3.622 € (Max) | 3.152 € (Max) | -419 €+ (-12%+) |
Alle Angaben sind Richtwerte für Steuerklasse 1, ohne Kirchensteuer, ohne Kinder. Die tatsächlichen Werte können je nach individueller Situation variieren.
Tipps zur finanziellen Absicherung bei Krankheit
- Krankentagegeldversicherung: Private Zusatzversicherung gleicht die Einkommenslücke aus
- Rücklagen bilden: 3-6 Monatsgehälter für Notfälle ansparen
- Rechtzeitig informieren: Krankenkasse und Arbeitgeber sofort benachrichtigen
- Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Immer pünktlich beim Arbeitgeber einreichen
- Nebenjob ruht: Während Krankengeld darfst du nicht arbeiten
- Reha nutzen: Reha-Maßnahmen können die Genesung beschleunigen
- Steuererklärung: Krankengeld muss in der Steuererklärung angegeben werden
Häufige Fehler vermeiden
- ❌ Zu spät bei Krankenkasse melden: Spätestens nach 6 Wochen Krankengeld beantragen!
- ❌ Nebeneinkommen verschweigen: Alle Einkünfte müssen angegeben werden
- ❌ Arbeiten während Krankengeld: Ist verboten und führt zur Rückzahlung
- ❌ Keine Aussteuerungs-Planung: Folgeleistung rechtzeitig (3 Monate vorher) beantragen
- ❌ Steuererklärung vergessen: Bei Krankengeld-Bezug bist du zur Steuererklärung verpflichtet
Wer hat Anspruch auf Krankengeld?
Krankengeld erhalten alle gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer, die:
- Länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind (dieselbe Krankheit)
- In den letzten 12 Monaten vor der Krankheit mindestens 4 Wochen versichert waren
- Eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen
Keinen Anspruch haben: Privatversicherte, Beamte, Selbstständige (außer mit Wahltarif), geringfügig Beschäftigte (Minijob ohne KV-Pflicht).
🔗 Passende Rechner für dich
Krankengeld 2026: Wie hoch ist es und ab wann zahlt die Kasse?
Das Krankengeld springt ein, wenn das Gehalt des Arbeitgebers (6 Wochen Lohnfortzahlung) ausläuft. Es beträgt 70 % des Bruttolohns, jedoch maximal 90 % des Nettolohns. Maßgeblich ist das regelmäßige Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate.
Maximal: Beitragsbemessungsgrenze KV 2026 = 66.150 € / Jahr → max. 126,72 €/Tag
Krankengeld nach Bruttogehalt: Beispielrechnung 2026
| Bruttogehalt/Monat | Brutto/Tag (÷30) | Krankengeld/Tag (70%) | Krankengeld/Monat (×30) | Netto ca. |
|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 66,67 € | 46,67 € | 1.400 € | ca. 1.190 € |
| 3.000 € | 100,00 € | 70,00 € | 2.100 € | ca. 1.785 € |
| 4.000 € | 133,33 € | 93,33 € | 2.800 € | ca. 2.380 € |
| 5.000 € | 166,67 € | 116,67 € | 3.500 € | ca. 2.975 € |
| 5.513 € (BBG/12) | 183,75 € | 126,72 € (Max) | 3.802 € | ca. 3.230 € |
| > 5.513 € | – | 126,72 € (Deckel) | 3.802 € | ca. 3.230 € |
Häufige Fragen zum Krankengeld
Wie lange kann man Krankengeld beziehen?
Das Krankengeld wird für maximal 78 Wochen (1,5 Jahre) innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Erkrankung gezahlt – die 6 Wochen Lohnfortzahlung sind dabei bereits eingeschlossen. Danach muss der Arbeitnehmer, sofern er weiterhin arbeitsunfähig ist, Bürgergeld oder Erwerbsminderungsrente beantragen.
Was passiert, wenn man nach dem Krankengeld nicht arbeiten kann?
Nach Erschöpfung des Krankengeldes und weiter bestehender Erwerbsminderung kommt zunächst das Übergangsgeld (bei Reha), dann die Erwerbsminderungsrente in Frage. Ist man arbeitsfähig, aber arbeitslos, beantragt man ALG I (bei Anwartschaft) oder Bürgergeld. Es gibt keine automatische Weiterzahlung.
Zahlt die Krankenkasse auch für Selbstständige?
Gesetzlich versicherte Selbstständige haben Anspruch auf Krankengeld, wenn sie den Wahltarif „Krankengeld" gewählt haben (§ 44 SGB V). Ohne diesen Tarif zahlt die GKV erst ab der 7. Woche oder gar nicht. Privat Versicherte schließen eine Krankentagegeldversicherung ab.
Wird Krankengeld versteuert?
Das Krankengeld selbst ist steuerfrei (§ 3 Nr. 1 EStG), unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt: Es erhöht den Steuersatz auf Ihre anderen Einkünfte. Das bedeutet: Auch wenn Sie kein Krankengeld versteuern, können Ihre anderen Einkünfte (z. B. Nebenjob, Mieteinnahmen) durch den Progressionsvorbehalt höher besteuert werden.
Gesetzliches Krankengeld vs. Privates Krankentagegeld
| Kriterium | GKV Krankengeld | PKV Krankentagegeld |
|---|---|---|
| Wer erhält es | GKV-Pflichtversicherte Arbeitnehmer | Privat Versicherte, GKV-Versicherte als Zusatz |
| Höhe | 70 % Brutto, max. 90 % Netto | Frei wählbar (z. B. 80–90 % Netto) |
| Wartezeit | Ab 7. Woche (nach Lohnfortzahlung) | Ab vertraglich vereinbartem Tag (z. B. Tag 15, 22, 43) |
| Beitrag | Im GKV-Beitrag enthalten (ca. 0,6 %) | Monatliche Prämie (je nach Alter/Eintritt) |
| Maximaldauer | 78 Wochen je Krankheit in 3 Jahren | Bis zum vertraglich vereinbarten Endalter |