💶 Einkommensteuer-Rechner 2026
Berechne deine Einkommensteuer nach Grundtabelle oder Splitting - inklusive Solidaritaetszuschlag mit Milderungszone
Berechnung
Grundtabelle 2026
Offizielle Tarifformel nach §32a EStG fuer Ledige und getrennt Veranlagte
Splittingtabelle
Berechnung fuer Verheiratete mit Zusammenveranlagung und Splittingvorteil
Soli-Milderungszone
Exakte Berechnung mit Freigrenze und gleitender Anhebung bis 5,5%
Grenzsteuersatz
Zeigt den Steuersatz auf den naechsten verdienten Euro (14-45%)
Durchschnittssteuersatz
Tatsaechliche Steuerbelastung in Prozent des Einkommens
Ergebnisübersicht
Steuer, Soli, Durchschnitts- und Grenzsteuersatz auf einen Blick
Haeufig gestellte Fragen zur Einkommensteuer
Einkommensteuer 2026 verstehen und berechnen
Die Einkommensteuer ist die wichtigste direkte Steuer in Deutschland und betrifft nahezu jeden Arbeitnehmer, Selbststaendigen und Rentner. Als Gemeinschaftsteuer fliesst sie zu etwa 42,5% an den Bund, 42,5% an die Laender und 15% an die Gemeinden. Mit unserem Einkommensteuer-Rechner 2026 berechnest du schnell und praezise deine Steuerlast nach der aktuellen Tarifformel des §32a EStG.
Der Einkommensteuertarif 2026 im Detail
Der progressive Steuertarif nach §32a EStG ist in fuenf Tarifzonen unterteilt. Die Progression sorgt dafuer, dass hoehere Einkommen prozentual mehr Steuern zahlen - ein Grundprinzip der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfaehigkeit:
- Nullzone (0%): Bis zum Grundfreibetrag von 12.348 EUR bleibt das Existenzminimum steuerfrei
- 1. Progressionszone (14-24%): Von 12.349 bis 17.799 EUR steigt der Grenzsteuersatz linear von 14% auf 24%
- 2. Progressionszone (24-42%): Von 17.800 bis 69.878 EUR steigt der Grenzsteuersatz linear von 24% auf 42%
- Proportionalzone (42%): Von 69.879 bis 277.825 EUR gilt ein konstanter Grenzsteuersatz von 42%
- Reichensteuer (45%): Ab 277.826 EUR greift der Spitzensteuersatz von 45%
Rechenbeispiel: Einkommensteuer bei 50.000 EUR
Bei einem zu versteuernden Einkommen von 50.000 EUR (ledig) betraegt die Einkommensteuer 2026 etwa 10.694 EUR. Das entspricht einem Durchschnittssteuersatz von 21,4% und einem Grenzsteuersatz von 36,3%. Wuerdest du 1.000 EUR mehr verdienen, wuerden davon 363 EUR als zusaetzliche Steuer anfallen.
Grundtabelle vs. Splittingtabelle
Die Grundtabelle gilt fuer Ledige, Geschiedene, dauernd getrennt Lebende und Verwitwete. Die Splittingtabelle kommt bei Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern mit Zusammenveranlagung zum Einsatz.
Das Splittingverfahren funktioniert so: Das gemeinsame Einkommen beider Partner wird halbiert, die Steuer auf diese Haelfte berechnet und dann verdoppelt. Der Splittingvorteil ist besonders gross, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere. Bei gleichem Einkommen beider Partner gibt es keinen Vorteil.
Beispiel: Ein Ehepaar mit 80.000 EUR (einer verdient 60.000, der andere 20.000) zahlt mit Splitting ca. 14.800 EUR Steuern. Bei Einzelveranlagung waeren es zusammen ca. 17.200 EUR - der Splittingvorteil betraegt also rund 2.400 EUR.
Solidaritaetszuschlag 2026
Seit der Reform 2021 zahlen etwa 90% der Steuerpflichtigen keinen Solidaritaetszuschlag mehr. Die Freigrenze liegt bei einer Einkommensteuer von:
- 20.350 EUR fuer Ledige (entspricht ca. 69.000 EUR zvE)
- 40.700 EUR fuer Verheiratete (entspricht ca. 138.000 EUR gemeinsames zvE)
In der Milderungszone wird der Soli nicht sprunghaft auf 5,5% erhoben, sondern gleitend auf maximal 11,9% der ueber der Freigrenze liegenden Einkommensteuer begrenzt. Erst wenn diese 11,9%-Grenze die vollen 5,5% uebersteigt, wird der volle Soli faellig.
Vom Bruttolohn zum zu versteuernden Einkommen
Das zu versteuernde Einkommen (zvE) ist nicht gleich dein Bruttogehalt. Auf dem Weg dorthin werden abgezogen:
- Werbungskosten: Mind. 1.230 EUR Pauschale (2026) oder hoeherer Nachweis
- Sonderausgaben: Vorsorgeaufwendungen, Spenden, Kirchensteuer etc.
- Aussergewoehnliche Belastungen: Krankheitskosten, Pflegekosten etc.
- Freibetraege: Kinderfreibetrag, Altersentlastungsbetrag etc.
Ein Bruttogehalt von 55.000 EUR kann so zu einem zvE von beispielsweise 45.000 EUR fuehren.
Grenzsteuersatz vs. Durchschnittssteuersatz
Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt:
- Grenzsteuersatz: Steuersatz auf den naechsten verdienten Euro. Wichtig fuer Entscheidungen ueber Ueberstunden, Gehaltsverhandlungen oder Nebeneinkuenfte.
- Durchschnittssteuersatz: Tatsaechliche Steuerbelastung = Steuer / Einkommen. Zeigt die reale Steuerquote.
Aufgrund der Progression liegt der Durchschnittssteuersatz immer unter dem Grenzsteuersatz. Bei 50.000 EUR zvE betraegt der Grenzsteuersatz 36,3%, der Durchschnittssteuersatz aber nur 21,4%.
Aenderungen gegenueber Vorjahren
Der Grundfreibetrag wird regelmaessig an die Inflation angepasst. 2026 betraegt er 12.348 EUR (2025: 12.096 EUR, 2024: 11.784 EUR). Auch die Tarifeckwerte wurden verschoben, um die "kalte Progression" auszugleichen - also die schleichende Steuererhoehung durch Inflation.
Tipps zur Steueroptimierung
- Werbungskosten sammeln: Alles ueber 1.230 EUR wirkt direkt steuermindernd
- Riester/Ruerup nutzen: Beitraege sind als Sonderausgaben absetzbar
- Steuerklassenwahl: Verheiratete sollten Steuerklassen optimieren (III/V oder IV/IV)
- Einkuenfte verteilen: Wenn moeglich, Einnahmen in guenstigere Jahre verschieben
- Freistellungsauftraege: Kapitalertraege bis 1.000 EUR (2.000 bei Verheirateten) bleiben steuerfrei
So funktioniert die Einkommensteuer in Deutschland 2026
Die deutsche Einkommensteuer basiert auf einem progressiven Steuertarif: Je höher das zu versteuernde Einkommen (zvE), desto höher der Steuersatz – aber nur auf den Teil, der in die nächste Stufe fällt. Das ist der Unterschied zwischen Grenzsteuersatz (Steuersatz auf den letzten Euro) und Durchschnittssteuersatz (Steuer gesamt ÷ zvE).
Wichtig: Der Grenzsteuersatz gilt nur für den Einkommensteil in der jeweiligen Zone – nicht für das gesamte Einkommen. Ein Gehalt von 70.000 € zvE wird nicht vollständig mit 42 % besteuert, sondern nur der Teil über ca. 68.430 €.
Einkommensteuer 2026: Steuerlast nach zu versteuerndem Einkommen
Die folgende Tabelle zeigt Einkommensteuer, Durchschnittssteuersatz und Grenzsteuersatz für typische zvE-Werte (Einzelperson, Grundtabelle, ohne Kirchensteuer, ohne Soli-Zuschlag):
| Zu versteuerndes Einkommen | Einkommensteuer | Ø Steuersatz | Grenzsteuersatz | Nettoeinkommen* |
|---|---|---|---|---|
| 12.096 € (Grundfreibetrag) | 0 € | 0 % | 0 % | 12.096 € |
| 20.000 € | ca. 1.650 € | ca. 8,3 % | ca. 25 % | ca. 18.350 € |
| 30.000 € | ca. 4.450 € | ca. 14,8 % | ca. 30 % | ca. 25.550 € |
| 50.000 € | ca. 11.400 € | ca. 22,8 % | ca. 36 % | ca. 38.600 € |
| 70.000 € | ca. 19.700 € | ca. 28,1 % | 42 % | ca. 50.300 € |
| 100.000 € | ca. 32.300 € | ca. 32,3 % | 42 % | ca. 67.700 € |
| 200.000 € | ca. 74.500 € | ca. 37,3 % | 42 % | ca. 125.500 € |
* Ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Orientierungswerte – für exakte Berechnung den Rechner oben nutzen.
Häufige Fragen zur Einkommensteuer
Was ist der Unterschied zwischen Einkommensteuer und Lohnsteuer?
Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart – sie ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer, die der Arbeitgeber monatlich einbehält. Im Rahmen der Steuererklärung wird die Lohnsteuer mit der tatsächlichen Einkommensteuer verrechnet. Wer zu viel gezahlt hat, bekommt eine Erstattung; wer zu wenig gezahlt hat, muss nachzahlen.
Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben?
Pflicht zur Abgabe besteht u. a. wenn: (1) mehrere Arbeitgeber in einem Jahr, (2) Einkünfte neben dem Gehalt über 410 € (z. B. Mieteinnahmen, Dividenden), (3) Steuerklasse III/V, (4) Kurzarbeitergeld oder ähnliche Leistungen bezogen, (5) Werbungskosten über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag (1.230 €). Für Arbeitnehmer in Klasse I ohne Nebeneinkünfte besteht in der Regel keine Pflicht, aber oft lohnt sich die freiwillige Abgabe.
Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag 2026?
Seit 2021 zahlen ca. 90 % der Steuerpflichtigen keinen Soli mehr. Die Freigrenze liegt bei einer Einkommensteuer von ca. 18.130 € (Einzelperson), was einem zvE von ca. 70.000 € entspricht. Oberhalb dieser Grenze gilt eine Milderungszone, erst ab ca. 96.820 € zvE wird der volle Soli-Satz von 5,5 % fällig.
Was ist das Ehegattensplitting und wann lohnt es sich?
Beim Ehegattensplitting wird das gemeinsame Einkommen halbiert, die Steuer auf diesen halben Betrag berechnet und dann verdoppelt. Dies führt zu einer Steuerersparnis, wenn die Einkommen der Partner ungleich sind. Je größer der Einkommensunterschied, desto höher die Ersparnis. Bei gleichen Einkommen gibt es keinen Splittingvorteil.
Welche Werbungskosten kann ich absetzen?
Werbungskosten mindern das zu versteuernde Einkommen. Wichtige Posten: Pendlerpauschale (0,30 €/km einfache Strecke, ab 21 km: 0,38 €), Arbeitsmittel, Fortbildungskosten, Gewerkschaftsbeiträge, Homeoffice-Pauschale (6 €/Tag, max. 1.260 €/Jahr). Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag beträgt 1.230 € automatisch – lohnt sich also erst wenn deine Werbungskosten höher sind.
Steuerklassen und ihr Einfluss auf die Einkommensteuer
Die Steuerklasse bestimmt die Höhe der monatlichen Lohnsteuervorauszahlung – nicht die endgültige Steuerlast. Diese wird erst in der Steuererklärung berechnet. Dennoch hat die Steuerklasse Einfluss auf den monatlichen Nettolohn:
| Steuerklasse | Für wen? | Lohnsteuer-Vorabzug | Steuererklärung |
|---|---|---|---|
| I | Singles, Geschiedene, Verwitwete | Mittel | Freiwillig |
| II | Alleinerziehende | Niedriger (Entlastungsbetrag) | Freiwillig |
| III | Verheiratet, Besserverdiener | Sehr niedrig | Pflicht (wenn Partner Kl. V) |
| IV | Verheiratet, gleiches Einkommen | Mittel | Freiwillig |
| V | Verheiratet, Geringverdiener | Sehr hoch | Pflicht (wenn Partner Kl. III) |
| VI | Zweiter Job / weiterer Arbeitgeber | Höchste | Pflicht |