💶 Einkommensteuer-Rechner 2026

Berechne deine Einkommensteuer nach Grundtabelle oder Splitting - inklusive Solidaritaetszuschlag mit Milderungszone

12.348 €
Grundfreibetrag 2026
14-45%
Steuertarif
5,5%
Soli (max)
§32a EStG Grundtabelle Splitting Soli-Milderung 100% Kostenlos

Berechnung

Einkommensteuer p.a. 0 €
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Aktuell: Berechnung nach §32a EStG 2026 mit Grundfreibetrag 12.348 EUR. Soli-Freigrenze: 20.350 EUR (ledig) / 40.700 EUR (verheiratet).
Soli-Milderungszone (Detail)
Status
Freigrenze (ESt)
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Obergrenze Milderung
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Berechnungssatz
Soli nach Deckelung
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Soli ungekappte Milderung
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Grundtabelle 2026

Offizielle Tarifformel nach §32a EStG fuer Ledige und getrennt Veranlagte

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Splittingtabelle

Berechnung fuer Verheiratete mit Zusammenveranlagung und Splittingvorteil

🎯

Soli-Milderungszone

Exakte Berechnung mit Freigrenze und gleitender Anhebung bis 5,5%

📈

Grenzsteuersatz

Zeigt den Steuersatz auf den naechsten verdienten Euro (14-45%)

🧮

Durchschnittssteuersatz

Tatsaechliche Steuerbelastung in Prozent des Einkommens

📋

Ergebnisübersicht

Steuer, Soli, Durchschnitts- und Grenzsteuersatz auf einen Blick

Haeufig gestellte Fragen zur Einkommensteuer

Was ist das zu versteuernde Einkommen (zvE)?
Das zu versteuernde Einkommen ist dein Einkommen nach Abzug aller Werbungskosten, Sonderausgaben, aussergewoehnlichen Belastungen und Freibetraege. Es ist die Bemessungsgrundlage fuer die Einkommensteuer und steht am Ende deiner Steuererklaerung.
Wie funktioniert der Steuertarif 2026?
Der Einkommensteuertarif 2026 ist progressiv aufgebaut: Bis 12.348 EUR zahlst du keine Steuer (Grundfreibetrag). Danach steigt der Steuersatz von 14% bis auf 42% (ab 69.878 EUR). Ab 277.826 EUR gilt die Reichensteuer von 45%.
Was ist der Unterschied zwischen Grund- und Splittingtabelle?
Die Grundtabelle gilt fuer Ledige. Die Splittingtabelle gilt fuer Verheiratete bei Zusammenveranlagung: Das gemeinsame Einkommen wird halbiert, darauf die Steuer berechnet und das Ergebnis verdoppelt. Der Splittingvorteil ist umso groesser, je unterschiedlicher die Einkommen der Partner sind.
Wann muss ich Solidaritaetszuschlag zahlen?
Der Solidaritaetszuschlag (Soli) faellt erst ab einer Einkommensteuer von 20.350 EUR (Ledige) bzw. 40.700 EUR (Verheiratete) an. In der Milderungszone steigt er gleitend auf maximal 5,5% der Einkommensteuer.
Was ist der Grenzsteuersatz?
Der Grenzsteuersatz gibt an, wie viel Prozent Steuer auf jeden zusaetzlich verdienten Euro faellig werden. Er ist wichtig fuer Entscheidungen wie Ueberstunden oder Gehaltserhoehungen. Der Grenzsteuersatz liegt zwischen 14% und 45%.
Was ist der Durchschnittssteuersatz?
Der Durchschnittssteuersatz zeigt deine tatsaechliche Steuerbelastung: Einkommensteuer geteilt durch zu versteuerndes Einkommen. Er liegt immer unter dem Grenzsteuersatz und gibt die reale Steuerquote an.
Stand: Januar 2026 · Aktuell für das Steuerjahr 2026 | 📚 Quellen: § 32a EStG (Einkommensteuertarif), BMF-Schreiben, Jahressteuergesetz 2024

Einkommensteuer 2026 verstehen und berechnen

Die Einkommensteuer ist die wichtigste direkte Steuer in Deutschland und betrifft nahezu jeden Arbeitnehmer, Selbststaendigen und Rentner. Als Gemeinschaftsteuer fliesst sie zu etwa 42,5% an den Bund, 42,5% an die Laender und 15% an die Gemeinden. Mit unserem Einkommensteuer-Rechner 2026 berechnest du schnell und praezise deine Steuerlast nach der aktuellen Tarifformel des §32a EStG.

Der Einkommensteuertarif 2026 im Detail

Der progressive Steuertarif nach §32a EStG ist in fuenf Tarifzonen unterteilt. Die Progression sorgt dafuer, dass hoehere Einkommen prozentual mehr Steuern zahlen - ein Grundprinzip der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfaehigkeit:

Rechenbeispiel: Einkommensteuer bei 50.000 EUR

Bei einem zu versteuernden Einkommen von 50.000 EUR (ledig) betraegt die Einkommensteuer 2026 etwa 10.694 EUR. Das entspricht einem Durchschnittssteuersatz von 21,4% und einem Grenzsteuersatz von 36,3%. Wuerdest du 1.000 EUR mehr verdienen, wuerden davon 363 EUR als zusaetzliche Steuer anfallen.

Grundtabelle vs. Splittingtabelle

Die Grundtabelle gilt fuer Ledige, Geschiedene, dauernd getrennt Lebende und Verwitwete. Die Splittingtabelle kommt bei Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern mit Zusammenveranlagung zum Einsatz.

Das Splittingverfahren funktioniert so: Das gemeinsame Einkommen beider Partner wird halbiert, die Steuer auf diese Haelfte berechnet und dann verdoppelt. Der Splittingvorteil ist besonders gross, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere. Bei gleichem Einkommen beider Partner gibt es keinen Vorteil.

Beispiel: Ein Ehepaar mit 80.000 EUR (einer verdient 60.000, der andere 20.000) zahlt mit Splitting ca. 14.800 EUR Steuern. Bei Einzelveranlagung waeren es zusammen ca. 17.200 EUR - der Splittingvorteil betraegt also rund 2.400 EUR.

Solidaritaetszuschlag 2026

Seit der Reform 2021 zahlen etwa 90% der Steuerpflichtigen keinen Solidaritaetszuschlag mehr. Die Freigrenze liegt bei einer Einkommensteuer von:

In der Milderungszone wird der Soli nicht sprunghaft auf 5,5% erhoben, sondern gleitend auf maximal 11,9% der ueber der Freigrenze liegenden Einkommensteuer begrenzt. Erst wenn diese 11,9%-Grenze die vollen 5,5% uebersteigt, wird der volle Soli faellig.

Vom Bruttolohn zum zu versteuernden Einkommen

Das zu versteuernde Einkommen (zvE) ist nicht gleich dein Bruttogehalt. Auf dem Weg dorthin werden abgezogen:

Ein Bruttogehalt von 55.000 EUR kann so zu einem zvE von beispielsweise 45.000 EUR fuehren.

Grenzsteuersatz vs. Durchschnittssteuersatz

Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt:

Aufgrund der Progression liegt der Durchschnittssteuersatz immer unter dem Grenzsteuersatz. Bei 50.000 EUR zvE betraegt der Grenzsteuersatz 36,3%, der Durchschnittssteuersatz aber nur 21,4%.

Aenderungen gegenueber Vorjahren

Der Grundfreibetrag wird regelmaessig an die Inflation angepasst. 2026 betraegt er 12.348 EUR (2025: 12.096 EUR, 2024: 11.784 EUR). Auch die Tarifeckwerte wurden verschoben, um die "kalte Progression" auszugleichen - also die schleichende Steuererhoehung durch Inflation.

Tipps zur Steueroptimierung

So funktioniert die Einkommensteuer in Deutschland 2026

Die deutsche Einkommensteuer basiert auf einem progressiven Steuertarif: Je höher das zu versteuernde Einkommen (zvE), desto höher der Steuersatz – aber nur auf den Teil, der in die nächste Stufe fällt. Das ist der Unterschied zwischen Grenzsteuersatz (Steuersatz auf den letzten Euro) und Durchschnittssteuersatz (Steuer gesamt ÷ zvE).

Formel: Einkommensteuer = f(zvE) nach § 32a EStG. Grundfreibetrag 2026: 12.096 € (steuerfrei). Spitzensteuersatz: 42 % ab ca. 68.430 € zvE. Reichensteuer: 45 % ab ca. 277.826 € zvE.

Wichtig: Der Grenzsteuersatz gilt nur für den Einkommensteil in der jeweiligen Zone – nicht für das gesamte Einkommen. Ein Gehalt von 70.000 € zvE wird nicht vollständig mit 42 % besteuert, sondern nur der Teil über ca. 68.430 €.

Einkommensteuer 2026: Steuerlast nach zu versteuerndem Einkommen

Die folgende Tabelle zeigt Einkommensteuer, Durchschnittssteuersatz und Grenzsteuersatz für typische zvE-Werte (Einzelperson, Grundtabelle, ohne Kirchensteuer, ohne Soli-Zuschlag):

Zu versteuerndes Einkommen Einkommensteuer Ø Steuersatz Grenzsteuersatz Nettoeinkommen*
12.096 € (Grundfreibetrag)0 €0 %0 %12.096 €
20.000 €ca. 1.650 €ca. 8,3 %ca. 25 %ca. 18.350 €
30.000 €ca. 4.450 €ca. 14,8 %ca. 30 %ca. 25.550 €
50.000 €ca. 11.400 €ca. 22,8 %ca. 36 %ca. 38.600 €
70.000 €ca. 19.700 €ca. 28,1 %42 %ca. 50.300 €
100.000 €ca. 32.300 €ca. 32,3 %42 %ca. 67.700 €
200.000 €ca. 74.500 €ca. 37,3 %42 %ca. 125.500 €

* Ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Orientierungswerte – für exakte Berechnung den Rechner oben nutzen.

Häufige Fragen zur Einkommensteuer

Was ist der Unterschied zwischen Einkommensteuer und Lohnsteuer?

Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart – sie ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer, die der Arbeitgeber monatlich einbehält. Im Rahmen der Steuererklärung wird die Lohnsteuer mit der tatsächlichen Einkommensteuer verrechnet. Wer zu viel gezahlt hat, bekommt eine Erstattung; wer zu wenig gezahlt hat, muss nachzahlen.

Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben?

Pflicht zur Abgabe besteht u. a. wenn: (1) mehrere Arbeitgeber in einem Jahr, (2) Einkünfte neben dem Gehalt über 410 € (z. B. Mieteinnahmen, Dividenden), (3) Steuerklasse III/V, (4) Kurzarbeitergeld oder ähnliche Leistungen bezogen, (5) Werbungskosten über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag (1.230 €). Für Arbeitnehmer in Klasse I ohne Nebeneinkünfte besteht in der Regel keine Pflicht, aber oft lohnt sich die freiwillige Abgabe.

Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag 2026?

Seit 2021 zahlen ca. 90 % der Steuerpflichtigen keinen Soli mehr. Die Freigrenze liegt bei einer Einkommensteuer von ca. 18.130 € (Einzelperson), was einem zvE von ca. 70.000 € entspricht. Oberhalb dieser Grenze gilt eine Milderungszone, erst ab ca. 96.820 € zvE wird der volle Soli-Satz von 5,5 % fällig.

Was ist das Ehegattensplitting und wann lohnt es sich?

Beim Ehegattensplitting wird das gemeinsame Einkommen halbiert, die Steuer auf diesen halben Betrag berechnet und dann verdoppelt. Dies führt zu einer Steuerersparnis, wenn die Einkommen der Partner ungleich sind. Je größer der Einkommensunterschied, desto höher die Ersparnis. Bei gleichen Einkommen gibt es keinen Splittingvorteil.

Welche Werbungskosten kann ich absetzen?

Werbungskosten mindern das zu versteuernde Einkommen. Wichtige Posten: Pendlerpauschale (0,30 €/km einfache Strecke, ab 21 km: 0,38 €), Arbeitsmittel, Fortbildungskosten, Gewerkschaftsbeiträge, Homeoffice-Pauschale (6 €/Tag, max. 1.260 €/Jahr). Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag beträgt 1.230 € automatisch – lohnt sich also erst wenn deine Werbungskosten höher sind.

Steuerklassen und ihr Einfluss auf die Einkommensteuer

Die Steuerklasse bestimmt die Höhe der monatlichen Lohnsteuervorauszahlung – nicht die endgültige Steuerlast. Diese wird erst in der Steuererklärung berechnet. Dennoch hat die Steuerklasse Einfluss auf den monatlichen Nettolohn:

Steuerklasse Für wen? Lohnsteuer-Vorabzug Steuererklärung
ISingles, Geschiedene, VerwitweteMittelFreiwillig
IIAlleinerziehendeNiedriger (Entlastungsbetrag)Freiwillig
IIIVerheiratet, BesserverdienerSehr niedrigPflicht (wenn Partner Kl. V)
IVVerheiratet, gleiches EinkommenMittelFreiwillig
VVerheiratet, GeringverdienerSehr hochPflicht (wenn Partner Kl. III)
VIZweiter Job / weiterer ArbeitgeberHöchstePflicht