⛪ Kirchensteuer-Rechner 2026

Berechne deine Kirchensteuer je nach Bundesland - 8% oder 9% auf die Einkommen- oder Kapitalertragsteuer

8%
Bayern & Baden-Wuerttemberg
9%
Alle anderen Bundeslaender
16
Bundeslaender
Alle Bundeslaender ESt-Basis KapESt-Basis Sonderausgabe 100% Kostenlos

Berechnung

Kirchensteuer p.a. 0 €
Kirchensteuer pro Monat 0 €
Steuersatz 0 %
Steuer-Ersparnis (Sonderausgabe) 0 €
Effektive Kirchensteuer 0 €
Gesamtsteuer (inkl. Basis) 0 €
Tipp: Die Kirchensteuer ist als Sonderausgabe voll abzugsfaehig! Bei einem Grenzsteuersatz von 42% reduziert sich die effektive Belastung entsprechend.

8% Kirchensteuer

  • Baden-Wuerttemberg
  • Bayern

9% Kirchensteuer

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • NRW
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thueringen

Der Rechner beruecksichtigt alle 16 Bundeslaender mit ihren jeweiligen Kirchensteuersaetzen (8% in Bayern und Baden-Wuerttemberg, 9% im Rest) und erlaubt die Berechnung sowohl auf Basis der Einkommensteuer als auch der Kapitalertragsteuer.

Neben dem reinen Kirchensteuerbetrag zeigt der Rechner auch die Ersparnis durch den Sonderausgabenabzug und damit die tatsaechliche Nettobelastung. Die Eingabe ist wahlweise als Jahres- oder Monatsbetrag moeglich.

Haeufig gestellte Fragen zur Kirchensteuer

Wie hoch ist die Kirchensteuer in meinem Bundesland?
In Bayern und Baden-Wuerttemberg betraegt die Kirchensteuer 8% der Einkommensteuer. In allen anderen 14 Bundeslaendern gilt ein Satz von 9%. Diese Saetze sind historisch gewachsen und werden von den Bundeslaendern festgelegt.
Worauf wird die Kirchensteuer berechnet?
Die Kirchensteuer wird als prozentualer Zuschlag auf die Einkommensteuer (bei Arbeitnehmern: Lohnsteuer) oder die Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer auf Zinsen und Dividenden) erhoben. Basis ist immer die festgesetzte Steuer, nicht das Einkommen selbst.
Kann ich die Kirchensteuer von der Steuer absetzen?
Ja, die gezahlte Kirchensteuer ist als Sonderausgabe vollstaendig von der Steuer absetzbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 42% mindert sich die effektive Belastung deutlich. Die Ersparnis wird im Folgejahr bei der Steuererklaerung beruecksichtigt.
Wer muss Kirchensteuer zahlen?
Kirchensteuer zahlen alle Mitglieder einer kirchensteuerpflichtigen Religionsgemeinschaft (evangelische und katholische Kirche, juedische Gemeinden, altkatholische Kirche u.a.), die Einkommensteuer zahlen. Konfessionslose und ausgetretene Personen zahlen keine Kirchensteuer.
Wie funktioniert der Kirchensteuerabzug bei Kapitalertraegen?
Seit 2015 wird die Kirchensteuer auf Kapitalertraege automatisch von Banken und Depotanbietern einbehalten (automatisches Abzugsverfahren). Der Satz betraegt 8% oder 9% der Kapitalertragsteuer. Durch eine Ermaeessigungsformel sinkt der effektive KapESt-Satz von 25% auf ca. 24,5%.
Wie trete ich aus der Kirche aus?
Der Kirchenaustritt erfolgt je nach Bundesland beim Standesamt oder Amtsgericht. Die Gebuehr betraegt ca. 20-35 EUR. Ab dem Folgemonat nach dem Austritt entfaellt die Kirchensteuerpflicht. Der Austritt ist unwiderruflich, ein Wiedereintritt ist aber jederzeit moeglich.
Gibt es eine Kappung der Kirchensteuer?
In einigen Bundeslaendern kann die Kirchensteuer auf 2,75% bis 4% des zu versteuernden Einkommens begrenzt werden (Kappung). Dies ist besonders bei hohen Einkommen relevant. Die Kappung muss meist beantragt werden und ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt.
Warum gibt es unterschiedliche Kirchensteuersaetze?
Die Kirchensteuer ist Laendersache. Bayern und Baden-Wuerttemberg haben historisch bedingt den niedrigeren Satz von 8% beibehalten. In allen anderen Bundeslaendern hat sich der Satz von 9% durchgesetzt. Die Hoehe wurde von den jeweiligen Landeskirchen und Landesregierungen ausgehandelt.

Kirchensteuer 2026 verstehen und berechnen

Die Kirchensteuer ist eine besondere Abgabe im deutschen Steuersystem: Sie wird von den Finanzaemtern eingezogen, fliesst aber direkt an die Religionsgemeinschaften. Deutschland ist eines der wenigen Laender weltweit, das dieses System praktiziert.

Wer ist kirchensteuerpflichtig?

Kirchensteuerpflichtig sind alle Mitglieder einer steuerberechtigten Religionsgemeinschaft, die:

Zu den steuerberechtigten Religionsgemeinschaften gehoeren: Evangelische Landeskirchen, Roemisch-Katholische Kirche, Altkatholische Kirche, Juedische Kultusgemeinden, Freireligioese Gemeinden und weitere. Freikirchen wie Baptisten oder Methodisten erheben keine Kirchensteuer.

8% oder 9%: Die Kirchensteuer nach Bundesland

In Bayern und Baden-Wuerttemberg betraegt die Kirchensteuer 8% der Einkommensteuer. In allen anderen 14 Bundeslaendern gilt ein Satz von 9%. Der historische Hintergrund: In den sueddeutschen Laendern gab es frueher andere Finanzierungsmodelle fuer die Kirchen, weshalb ein niedrigerer Satz ausreichte.

Rechenbeispiel: Bei 10.000 EUR Einkommensteuer betraegt die Kirchensteuer in Bayern 800 EUR, in Berlin dagegen 900 EUR - eine Differenz von 100 EUR pro Jahr.

Kirchensteuer als Sonderausgabe

Die gezahlte Kirchensteuer kann vollstaendig als Sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Das mindert die effektive Belastung erheblich:

Die Ersparnis wird automatisch bei der naechsten Steuererklaerung beruecksichtigt. Arbeitnehmer koennen alternativ einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen.

Kirchensteuer bei Kapitalertraegen

Seit 2015 wird die Kirchensteuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne automatisch von Banken und Depotanbietern einbehalten. Das funktioniert so:

Durch die Ermaeessigungsformel sinkt bei Kirchensteuerpflicht der effektive Kapitalertragsteuersatz. Statt 25% KapESt zahlst du etwa 24,51% (bei 9% KiSt) bzw. 24,45% (bei 8% KiSt).

Sonderfaelle: Glaubensverschiedene Ehe und Kappung

Glaubensverschiedene Ehe: Wenn nur ein Ehepartner kirchensteuerpflichtig ist, wird bei Zusammenveranlagung ein besonderes Kirchgeld oder eine haeusliche Gemeinschafts-Kirchensteuer erhoben. Die Berechnung ist kompliziert und variiert nach Bundesland.

Kappung: In den meisten Bundeslaendern kann die Kirchensteuer auf 2,75% bis 4% des zu versteuernden Einkommens begrenzt werden. Das ist besonders bei sehr hohen Einkommen relevant. Die Kappung muss meist beim Finanzamt beantragt werden.

Kirchenaustritt: So geht's

Der Austritt aus der Kirche erfolgt je nach Bundesland:

Die Gebuehr betraegt je nach Bundesland 20-60 EUR. Der Austritt wird zum Ende des Monats wirksam, in dem er erklaert wurde. Ab dem Folgemonat entfaellt die Kirchensteuerpflicht.

Kirchensteuer-Einnahmen und Verwendung

Die beiden grossen Kirchen nehmen zusammen rund 12-13 Milliarden EUR Kirchensteuer pro Jahr ein. Das Geld wird verwendet fuer:

Statistik: Kirchensteuerzahler in Deutschland

Die Zahl der Kirchensteuerzahler sinkt kontinuierlich. 2023 waren noch etwa 20 Millionen Menschen Mitglied der evangelischen Kirche und 21 Millionen der katholischen Kirche. Durch Austritte, demografischen Wandel und sinkende Taufzahlen rechnen Prognosen mit einem Rueckgang auf die Haelfte bis 2060.

Kirchensteuer 2026: Wie viel zahlt man und wie tritt man aus?

Die Kirchensteuer wird als Zuschlag zur Einkommensteuer erhoben und beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 % der Einkommensteuer, in allen anderen Bundesländern 9 %. Sie gilt für Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirche sowie einiger anderer Religionsgemeinschaften.

Kirchenaustritt: Nach einem Kirchenaustritt beim Standesamt (Kosten ca. 30 €) endet die Kirchensteuerpflicht mit Beginn des folgenden Monats. Kirchliche Leistungen (Trauung, Beerdigung) können danach kostenpflichtig sein oder entfallen.

Kirchensteuer nach Bundesland: Hebesätze und Beispiele 2026

BundeslandHebesatzKirchenKirchensteuer bei 5.000 € EStKirchensteuer bei 10.000 € ESt
Bayern8 %röm.-kath., evang.400 €800 €
Baden-Württemberg8 %röm.-kath., evang.400 €800 €
Berlin9 %evang., röm.-kath.450 €900 €
Hamburg9 %evang.-luth., röm.-kath.450 €900 €
NRW9 %röm.-kath., evang.450 €900 €
Sachsen9 %evang.-luth., röm.-kath.450 €900 €
Brandenburg9 %evang., röm.-kath.450 €900 €

Häufige Fragen zur Kirchensteuer

Ist die Kirchensteuer steuerlich absetzbar?

Ja. Die gezahlte Kirchensteuer ist als Sonderausgabe vollständig von der Einkommensteuer absetzbar (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG). Das reduziert das zu versteuernde Einkommen und damit auch Ihre Steuerlast. Im Ergebnis beträgt die effektive Mehrbelastung durch Kirchensteuer deutlich weniger als 8–9 % der Einkommensteuer.

Was passiert mit der Kirchensteuer bei Ehepaaren unterschiedlicher Konfession?

Bei konfessionsverschiedenen Ehen (ein Partner kirchensteuerpflichtig, der andere nicht) wird das besondere Kirchgeld relevant. Der kirchensteuerpflichtige Partner zahlt Kirchensteuer entweder auf Basis seiner eigenen Einkommensteuer oder auf Basis des gemeinsam zu versteuernden Einkommens – je nachdem, was für die Kirche günstiger ist (sogenanntes Halbteilungsgrundsatz-Verfahren).

Zahle ich Kirchensteuer auf Kapitalerträge?

Ja, wenn Sie Kirchenmitglied sind. Seit 2015 ist die Bank verpflichtet, die Kirchensteuer automatisch einzubehalten und abzuführen (automatisches Kirchensteuerabzugsverfahren). Sie können dem widersprechen (Sperrvermerk), müssen die Kirchensteuer dann aber selbst über die Steuererklärung erklären.

Zahlt man Kirchensteuer auch in der Rente?

Ja. Kirchensteuerpflichtige zahlen Kirchensteuer auf alle einkommensteuerpflichtigen Einkünfte – also auch auf steuerpflichtige Renten. Rentner mit niedrigem Einkommen zahlen jedoch wegen des Grundfreibetrags (12.096 € in 2026) oft keine oder sehr geringe Einkommensteuer und damit auch kaum Kirchensteuer.